In diesem Aufsatz geht es um die sprachliche Darstellung von Klimapolitik und Umweltschutz in den AfD-Wahlprogrammen zu den Bundestagswahlen und zu ausgewählten Landtagswahlen (2013–2025). Im Mittelpunkt stehen diskursive Strategien: Umdeutung des Schlüsselworts Klimawandel, Gegenüberstellung von Klima- und Umweltpolitik, Delegitimierung politischer Gegner. Darüber hinaus wird gezeigt, wie die AfD Umweltthemen zur Konstruktion eines populistischen Narrativs instrumentalisiert, in dem der vermeintlich ideologischen Klimapolitik der ‚Elite‘ die vorgeblich rationalen, sachorientierten Umweltschutzforderungen der AfD als Hüterin des Allgemeinwohls gegenübergestellt werden. Abschließend wird auf den Gebrauch der Ausdrücke Umwelt und Natur eingegangen, die im Diskurs der AfD eng mit für die Partei zentralen Themenfeldern wie Heimat, Identität und Volkszugehörigkeit verbunden und zuweilen stark völkisch aufgeladen sind.
This paper deals with the linguistic treatment of climate policy and environmental protection in electoral programmes which AfD presented for federal and selected regional elections (2013–2025). The focus lies on discursive strategies such as reinterpreting Klimawandel, a key term in present-day debate, opposing climate and environmental policy, and delegitimising political opponents. It is shown as well how environmental topics are being instrumentalised by AfD in order to construct a populist narrative in which the allegedly ideological climate policy of the “elite” is being contrasted with supposedly reasonable and factbased AfD claims for environmental protection. Finally, the party’s use of the terms Umwelt and Natur is analysed, revealing how these terms have been closely connected with the party’s core concepts such as ‘Heimat’, identity, and ethnicity, and sometimes been embedded in ethnonationalist rhetoric.
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1868-775X |
| Ausgabe / Jahr: | 2 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-06-08 |
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